Renntank aus NFK
Mittwoch, 21. Mai 2008
Erfolgreiches Testwochenende
RennZett MZ TS250 ADMV Käbschütztal Stefan Oßwald

Nachdem der Tank eine rein native Tankinnenbeschichtung und einen äußerlichen Klaranstrich erfahren hat, konnte er sich beim Härtetest auf dem ADMV-Classic Cup in Käbschütztal vom 16.-18. Mai 2008 beweisen.

Absolut Benzinresistent, komplett aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und nur 1900g schwer.

MZ TS250 Rennumbau Cafe Racer

mehr zur Dokumentation der gesamten Rennmaschine unter: http://www.formfixer.de

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Sonntag, 27. April 2008
Zusammensetzen 2 - Gratulation!
Aus PVC-Folie wird ein Sack gebaut, der prima Platz hat im Tank. Eine genaue Form ist wesentlich besser kontrollierbar. Auch wird kein Vakuum mehr gezogen, sondern der Foliensack von Außen aufgeblasen.

Tanksack für den Fügungsvorgang

Nach einiger Folienschweißerei und Abwicklerei wird mir klar, dass der Sack Herzchenform haben muss. Eine planare Abwicklung lässt sich dann auch beim Zweiten viel leichter Schweißen. Oben wird ein Autoventil eingesetzt und zuguterletzt die Schweißkante von Innen mit einem elastischen Polyurethan abgedichtet. So sollte dann, beim Aufblasen, das eingesetzte Gewebeband beide Tankhälften verbinden.

Der Tanksack in Herzchenform

Das Gewebeband ist schon auf der Oberseite angeharzt, der Rest davon wird getränkt und der Tanksack entlüftet eingelegt.



Die Form wird verschraubt, der Tanksack aufgeblasen und das Teil in den Temperofen geschoben... jetzt heißt es Daumen drücken.

Tankform im Temperofen

Zwei Tage später wird ein prima gefügter Tank entnommen. Die Kanten sitzen perfekt aufeinander und eine improvisierte Druckprüfung zeigt eine gute Dichtigkeit an.

Renntank nicht aus GFK, nicht CFK sondern NFK

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RennZett auf dem Biowerkstoff-Seminar
Rund ums Thema NFK ging es auf unserem Biowerkstoff-Seminar, auch die Rennmaschine hatte hier ein Podium.
Leider ist der Tank hier nur mit Tesafilm zusammengehalten, es gibt aber schon einen guten Plan zum dauerhaften Fügen.

RennZett auf dem Biowerkstoff-Seminar im Mehrwerk Designlabor mit NFK-Tank

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Samstag, 15. März 2008
Zusammensetzen 1 - Katastrophe
Im Folgenden wird eine Methode zum Zusammensetzen der beiden Tankhälften beschrieben, die aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert hat. Die Hälften sollen von Innen mit einem harzgetränkten Gewebeband zusammengesetzt werden. Da man in den geschlossenen Behälter nicht gelangt, muss die Physik diese Aufgabe übernehmen. Der Plan war: Tankhälften in der Form belassen, Gewebeband einsetzen, Formhäften zusammensetzen und Rand entlüften. Durch den Unterdruck schmatz das Band an den Rand und die im Tank befindenlichen Ballons blasen sich durch den fallenden Außendruck von selbst auf.

Gewebeband

Kindergeburtstag

Folgende Probleme bestanden aber:

1) Die Ausstosser waren nicht 100%ig dicht. Dadurch bekam der Tank von Außen Druck, löste sich an diesen Stellen.

2) Das produzierte ein furchtbar knackendes Geräusch, was mich dazu veranlasste, die Form nicht vollständig (bis -1bar) zu evakuieren; ich dachte, die Form implodiert jeden Moment.

3) Das wiederum führte dazu, dass sich die Luftballons nicht vollständig entfalteten.

Im Großen und Ganzen haben sich beide Tankhälften nur unzureichend verbunden. Auf der einen Seite ja, auf der anderen nicht. Zumal saßen beide auch recht stramm in der Form, was wieder auf das falsche Trennmittel schließen lässt. Beim Entformen riss der Tank an einer Stelle oberhalb des vorderen Tunnelübergangs. Auf dem Foto unten sind beide Tankhälften wieder getrennt.

Tank nach Katastrophe

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Freitag, 14. März 2008
Laminieren
Zum Tankaufbau werden Hanffasergewebe und natives Leinölepoxyd verwendet. Der Verbund ist nicht glashart und spröde wie klassisches Epoxy, sondern schlagzäher und flexibel. Leider konnte ich das native Epoxy nicht gelcoatfähig einstellen, das bedeutete ein Abrutschen der Schicht an den senkrechten Stellen der Form. Auch das Drappieren des Gewebes an diesen Stellen war schwierig. Ich habe es dann durch sofortiges Evakuieren geschafft. Zwei Schichten auf jeder Seite bedeuteten den Aufbau insgesamt viermal. Der besteht aus Gewebe, Lochfolie, Saugvlies und Vakuumfolie. Zum Glück konnte das meiste doppelt verwendet werden.

Vakuum Oberseite

Vakuum Unterseite

Beide Tankhälften sind nun fertig laminiert und nochmals mit Epoxy ausgestrichen, damit auch dicht. Das Zusammensetzen muss nach dem oftmaligen Entlüften leider trocken stattfinden. Die Form der Oberseite hat nun noch eine Sicke rundherum erhalten, damit leichter evakuiert werden kann.

Beide Tankhälften

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Abformung
Die Negativform entsteht klassisch aus Formbaupaste, Glasfasergewebe und Epoxydharz um Verzug weitgehend zu vermeiden. Eine genaue und hilfreiche Anleitung findet man bei R&G: http://download.r-g.de/formenbau.pdf

Abformerei obere Negativform

Nach dem Ablösen der Trennebene zeigt sich schön der Kantenverlauf mit Passdübeln und den einlaminierten (NICHT eingeschlagenen!!!) Einschlagmuttern.

Oberseite Negativ mit Passdübeln und Einschlagmuttern

Dasselbe auf der zweiten Hälfte. Die Passdübel sind so ausgelegt, dass der Dorn gezogen werden kann, damit er beim Vakuumaufbau nicht stört. Gegenüber vom Gewinde wird jeweils ein Röhrchen mit Innendurchmesser 8mm einlaminiert.

Hier sieht man zwei prima Formhälften. Die Unterseite wurde aufwändig gestrakt und verschliffen. Außerdem wurden nun auch die Ausstosser (gleich mit Druckluftanschluß) in die Form integriert. Hier liegen schon die Metallinserts in der Form: Benzinstutzen oben und Gewinde für Benzinhahn unten. Nicht zu vergessen Wachs und natürlich wieder PVA-Lack zum späteren Trennen.

voila! 2 schöne negativformen.

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Trennebene
An den jeweiligen Maxima der Gesamtgeometrie wird die Trennebene gezogen. Die Spalten zum Tank werden ebenfalls mit Clay glattgezogen. Einige Bohrungen dienen der Aufnahme der selbstgedemmelten Passdübel. Zusätzlich werden 6 Einschlagmuttern auf der Trennebene fixiert. Sie dienen später der Fixierung beider Formhälften aneinander. Das Gesamtkonstrukt wird dann einige Male gewachst und zuguterletzt mit PVA-Lack bestrichen.

Trennebene

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Tankvorbereitung
Die Hohlräume zwischen Tunnel aus Papier und Stahltank werden mit Clay gefüllt und Glattgezogen. Alles, was an die Fertigungsweise des Stahltanks erinnert (Schweißrand etc.) wird später in der Negativform glattgezogen.



Ein Bild von vorne zeigt schön die alte und die neue Geometrie des Tunnelausschnitts. mit Edding schon angezeichnet ist die spätere Trennebene.

Tank von vorne

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Ausgangssituation
Als Leihgabe zum Abformen erhalte ich den Stahlrenntank von Günni. Er besteht aus zwei Simson Sperber bzw. Habicht Tanks, die "in Reihe geschaltet wurden". Ersterer dient der Befüllung, hat also Originalfüllvolumen, der Zweite ist hinten angeschweißt, verspachtelt und gefüllert, ist also nur Atrappe.

original renntank von motorradzubehör günther klein

Um das gesamte Füllvolumen zu erhalten, beschließe ich, den Tank an den Originaltunnel anzupassen. Dazu laminiere ich die Tunnelgeometrie von einem Originaltank ab, befestige ihn über dem Rahmenrohr der Maschine und nivelliere dann den abzuformenden Renntank an der Rennmaschine. Alles wird temporär mit Schaum, Uhu und Heißkleber fixiert.

Nivellierung auf der Rennmaschine

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